Date: November 2nd 2009
Liebe BaltiCCyclisten!
nu sind die Temperaturen nur knapp über Null, aber trotzdem tut sich was zum Radfahren
Mit radelnden
Grüßen
Der deutsche Litauer, Frank “Frankas” Wurft, M.A.,
frankas@balticcycle.eu
Inhalt
19.11.2009: Erster regionaler Workshop zum "Iron Curtain Trail" in Warschau
Reisebericht: 12 672 Kilometer im Sattel durch Europa (Salzwedel)
(Diese E-Mail) ist im Format html geschrieben. Sollten Sie den folgenden Text nicht richtig lesen können, versuchen Sie's im Internet online unter: http://www.dviratis.lt/cgi-bin/dada/mail.cgi
Arbeiten an www.BaltiCCycle.eu und "Das Baltikum - per Rad!" 2010 haben begonnen.
Die Rohfassung der neuen, übersichtlicheren, interaktiveren (mitmachen!) Internetseite www.BaltiCCycle.eu mit Infos und Dienstleistungen (na, sagen wir mal: Hilfestellung ;-) zum Radfahren in den Baltischen Staaten &Rumherum kommt zum 15. November.
Ebenso gibt es in den nächsten Wochen die erste Präsentation der runderneuerten kostenlosen Info "Das Baltikum - per Rad!" 2010.
auf der Open Street Map (OSM) / Open Cycle Map: http://www.openstreetmap.org/?relation=305420
Wegbeschreibungen und Karten zur Region: http://www.bicycle.lt/shop/index.php?cPath=39_46
Der Routenüberblick der BaltiCCycle.eu - Langstreckenrouten (zum Anfang erstmal auf Englisch)http://wiki.openstreetmap.org/wiki/BaltiCCycle.eu_Routes
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+++ “Blutiges Fahrrad” in Klaipeda +++ Aktion des neuen Fahrradprojektes “Velouostas” (Fahrradhafen) in der litauischen Haufenstadt Klaipeda erinnert an einen verletzten Radfahrer – und dass die litauischen Verkehrsregeln meistens den Autofahrern Recht geben (sollen doch die Radfahrer aufpassen, dass sie Autofahrer nicht beim Abbiegen behindern!) |
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+++ Filmchen von der "Kritischen Masse" Fahrraddemmo in Vilnius +++ Auch im Oktober gab's wieder ne Spontandemo “Critical Mass”. Bei Temperaturen nur knapp über Null und völliger Dunkelheit versammelten sich trotzdem rund 100 Radler zu ner 1 ½ stündigen Fahrt durch Vilnius. |
http://www.facebook.com/home.php?ref=home#/video/video.php?v=1054388697120&ref=mf |
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+++ Erster “Wadenkampf” in Litauen +++ Die Jungs von der “Veloklinika” haben am 24.10. in der “Pogo Baras” das erste Rennen auf dem Stande organisiert. Spass per Rad – auch im Winter. Siehe das Filmchen rechts. Webpage (Litauisch): www.kulsiukovos.lt |
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+++ Seminar zum Fahrradtourismus in Kupiškis am 4.12. +++ |
Im Rahmen eines Projektes zur Tourismusentwicklung um den zweigrößten litauischen Stausee Kupiškio marias gibt es am 4.12. im Doppelpack ein Seminartag zu Ökotourismus und Fahrradtourismus. Interessenten können sich gerne bei mir melden. |
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+++ Arbeitsgruppe zur Route EuroVelo 10 “Ostseeradweg” +++ |
Zur “Baltic Sea Cycle Route” auch bekannt als EuroVelo Route Nr. 10 hat sich eine Arbeitsgruppe aus NGOs und halb-staatlichen regionalen Organisationen zusammengefunden. Geplant sind für 2010 vier Arbeits-Seminare in Litauen, Polen, Dänemark und Schweden … sobald's konkreter wird, werde ich dazu natürlich mehr mitteilen. |
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+++ Litauische Polizei beantwortet Fragen der litauischen Radfahrer +++ |
Nach einem persönlichen Treffen mit Vertretern des litauischen Radfahrerverbandes im September liegen nun die Antworten der Amtes für Verkehraufsicht der litauischen Polizei vor. Vor allem ging es um die Klärung von einigen Unsinnigkeiten der litauischen Verkehrsregeln und ihrer Anwendung. Na, der Beginn einer großen Freundschaft? Mehr Leider natürlich nur auf Litauisch: http://www.dviratis.lt/index.php?page=dvirinfo&subpage=transportas/policija |
19.11.2009: Erster regionaler Workshop zum "Iron Curtain Trail" in Warschau
Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung am "Europa-Radweg Eiserner Vorhang" für lokale und regionale Behörden und Verbände
http://www.ironcurtaintrail.eu/termine/event_23090.html
Die folgende Treffen finden in Sopron (Ungarn) am 9.12.2009 und in Sofia am 16.3.2010 stattG
http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/iron-curtain-trail/index_en.htm
Bereits am 26.10. gab es eine Buchpräsentation "Europa-Radweg Eiserner Vorhang" mit Hans-Gert Pöttering , dem ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments.
Des Weiteren möchten wir Sie auf die Fotoausstellung "20 Years after the Iron Curtain" im Europäischen Parlament in Brüssel aufmerksam machen., die vom 9. bis 13. November Bilder des Fotografen Jürgen Ritter vom ehemaligen Eisernen Vorhang aus dem Jahr 1984 und - aus derselben Perspektive - 20 Jahre später zeigt.
Anlässlich der Überwindung der Teilung Europas durch die friedlichen Revolutionen in Ostmitteleuropa vor 20 Jahren wird die Ausstellung am Abend des 10. November um 18.30h von Jerzy Buzek, dem amtierenden Präsidenten des Europäischen Parlaments, in Brüssel eröffnet. Wir möchten Sie darum bitten, sich diesen Termin vorzumerken. Die offizielle Einladung folgt in Kürze.
Mehr Information über den "Europa-Radweg Eiserner Vorhang" finden Sie unter www.ironcurtaintrail.eu
Zur Homepage von Jürgen Ritter gelangen sie unter www.grenzbilder.de
Reisebericht: 12 672 Kilometer im Sattel durch Europa (Salzwedel)
Burkhard Lemme erfüllte sich zum 50. einen lang gehegten Wunsch / 166 Tage radelte der Altmärker in acht Ländern
Burkhard Lemme strammpelte auf seinem Fahrrad bis an den finnischen Polarkreis. Von dort führte die Route über Schweden zurück ins altmärkische Mösenthin.
Von Henning Lehmann
MÖSENTHIN. Der Mösenthiner Burkhard Lemme erfüllte sich einen Traum. Der heute 50-Jährige legte mit dem Fahrrad in 166 Tagen 12 672 Kilometer zurück und steuerte dabei insgesamt acht Länder an.
Wenn Burkhard Lemme am heutigen Donnerstag seinen 50. Geburtstag feiert, dann hat sich der Mösenthiner seinen schönsten Wunsch bereits erfüllt. Der Altmärker tourte von Ende April bis Anfang Oktober mit dem Fahrrad 12 672 Kilometer quer durch acht Länder. Neben Deutschland war er in Polen, Litauen, Lettland, Estland, Russland, Finnland und Schweden unterwegs.
Von dieser Reise träumte der Mösenthiner schon länger. Doch erst in diesem Jahr setzte der Jubilar die Pläne in die Tat um. "Es hat etwas Überwindung gekostet, bis ich mich zu dieser Fahrt entschlossen habe", schaut der Mösenthiner zurück.
Nach monatelanger Vorbereitung, zu der auch ein Besuch der Internationalen Tourismusmesse in Berlin gehörte, stieg Burkhard Lemme am 24. April in den Morgenstunden in Mösenthin auf sein 3 000 Euro teures 14-Gang-Fahrrad und steuerte am gleichen Tag noch Meseberg bei Berlin an. Nach 184 Kilometer war er am Schloss der Bundesregierung angekommen. Nach einem Rundgang baute der Westaltmärker sein Zelt auf und ließ den ersten Tag seiner großen Rundfahrt ausklingen.
Das frühere Führerquartier "Wolfsschanze" von Adolf Hitler im polnischen Rastenburg war das zweite Ziel, das Burkhard Lemme während seiner sechsmonatigen Reise ansteuerte. Am historischen Ort angekommen, schaute sich der Hobby-Radler in den geschichts trächtigen Gemäuern um und bestaunte die riesigen Kolosse aus meterdickem Stahlbeton.
In Polen machte der Mösenthiner einige Tage ausgiebig Urlaub, war im Land unterwegs und kam mit den Menschen über ihren Alltag ins Gespräch.
Ob im Zelt, in Pensionen, Hotels oder Jugendherbergen - der damals 49-Jährige fand immer ein geeignetes Quartier. "Ich hatte auch Zelt, Schlafsack, Kochgeschirr sowie reichlich Kleidung mitgenommen. Eigentlich hatte ich viel zu viel eingepackt", meinte der gelernte Schlosser, der für die Radreise seinen Job gekündigt hatte und hofft, wieder eine Anstellung in der früheren Firma zu finden.
Von Polen ging es weiter nach Litauen. Im einstigen Memelland macht sich der Altmärker auf die Spur der Vergangenheit. Denn bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war diese Region ein Landesteil von Ostpreußen. Zwar hat Burkhard Lemme keine familiären Wurzeln in diesem Teil von Europa, dennoch interessierte ihn die Geschichte des Landstrichs. Die Wege dort waren holprige Pisten, erinnerte sich der 50-Jährige.
"Aber ich habe sowohl in Litauen als auch in Estland viel russische Historie gesehen", blickte der Mösenthiner zurück. Im Memelland besichtigte er auch das Denkmal von Simon Dach. Der schrieb den Text vom bekannten Lied "Ännchen von Tharau". Es ist das Lieblingslied von Burkhard Lemme. Und aus diesem Grund wird der Männergesangverein Jeggeleben die Melodie heute bei Lemmes Geburtstagsfeier singen.
Während der täglichen Etappen, bei denen Burkhard Lemme im Durchschnitt 100 Kilometer mit seinem Drahtesel zurücklegte, ging es mit der Fähre in die Hauptstadt Estlands, Tallinn. Ein Grund für den Besuch war das große internationale Chor- und Tanzfest, das der Altmärker Anfang Juli unbedingt besuchen wollte. Doch schon einen Monat zuvor erkundete Burkhard Lemme, die Stadt und das Umland. Dabei konnte er im Süden Estlands viel Armut und heruntergekommene Orte sehen. Da Übernachtsplätze knapp waren, schlief er auch einmal in einem Sanatorium.
Der Mösenthiner machte außerdem einen Abstecher ins russische Sankt Petersburg. Der Besuch bleibt für Lemme unvergessen. In der Zarenstadt gab es einfach unglaublich viel zu sehen. Und als der Altmärker sich wieder auf seinen Drahtesel schwang, wechselte das Wetter von Sonnenschein auf Regen - bei dem Altmärker kam etwas Wehmut auf. Nun standen nochmals ein paar Tage Talinn auf dem Programm, bevor es in den hohen Norden ging.
Finnland und der Polarkreis waren die nächsten Stationen. Doch nicht nur vom nördlichen Wendekreis war Lemme angetan, auch vom weltbekannten und wunderschönen Weihnachtsmanndorf Santa Klaus. Besonders beeindruckt hat ihn besonders, dass im Polargebiet auf Grund der niedrigen Temperaturen von maximal 16 bis 18 Grad kaum Pflanzen und Bäume gedeihen.
Nach dem fast vierwöchigen Aufenthalt in Finnland war Schweden das letzte Ziel der großen Nordreise. Von Anfang bis Ende September war er dort auf zwei Rädern unterwegs, ehe er mit der Fähre von Trelleborg nach Rostock übersetzte.
Doch die Tour war noch nicht zu Ende. In Schwerin schaute er noch bei der Bundesgartenschau vorbei und machte sich mit dem Besuch des plattdeutschen Theaters in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern eine besondere Freude. "Eine Karte zu bekommen, war gar nicht so einfach, denn die Veranstaltungen sind immer ausverkauft. Ich musste tagelang telefonieren. Als Lohn für meine Bemühungen bekam ich noch einen Platz auf der Treppe", freute sich der Mösenthiner, der ein Freund der plattdeutschen Mundart ist. Am 6. Oktober gegen 22 Uhr war die 166 Tage dauernde Radtour beendet. 12 672 Kilometer zeigte Lemmes Tacho an.
KONTAKTE:
Frank "Frankas" Wurft, M.A.
(Deutsch, English, Lietuviskai, Francais, Esperanto) Und das Neueste: Stadttour“Vilniusser Kontraste” per Rad, Treffpunkt: wochentags 11 Uhr am Büro, mehr Info (EN/LT): www.velo-city.lt
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